Zum Inhalt springen

Über Benjamin Dio

Benjamin Dio

Ich lebe in Wien und arbeite an der Schnittstelle von Persönlichkeitsbildung, Ethik, Philosophie, Psychologie und Spiritualität. Geprägt haben mich verschiedene berufliche Kontexte, die langjährige seelsorgerliche Begleitung von Menschen und die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte. An der Universität Wien habe ich Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Judaistik und Religionswissenschaften studiert und danach das Masterstudium Interdisziplinäre Ethik aufgenommen. In der Gastronomie und durch meine Familie habe ich gelernt, was Gastgeben heißt.

Ich schreibe und zeichne; vieles davon war lange nicht für die Öffentlichkeit bestimmt; erst nach und nach gebe ich es heraus. Mein erstes Buch ist „Die Grenze, die bei mir beginnt“, ein Buch über Grenzen als Bedingung von Nähe. Es folgen weitere Bände über Beziehung, Vergebung, Sichtbarkeit und Würde, dazu eine Bildnovelle und erzählende Bände.

Mein Schreiben kreist um eine Frage: Wie bleibt Nähe möglich, ohne dass jemand darin verschwindet? Ich schreibe für Menschen, die viel für andere tragen und sich dabei manchmal selbst verlieren, und für alle, die genauer hinsehen wollen, als es bequem ist. Was ich nicht anbiete, sind Abkürzungen. Ich halte wenig von Sätzen, die alles erklären, und viel von Fragen, die eine Weile stehen bleiben dürfen.

Wenn Du nach der Lektüre weiterdenken möchtest, findest Du hier „Dios Brief“ und Arbeitsmaterialien zur Vertiefung; ab 2027 kommen Webinar-Abende und Kurse hinzu, in denen wir dieselben Fragen gemeinsam weitertragen. So entsteht ein Raum für Menschen, die nicht allein bleiben wollen mit dem, was sie beschäftigt.

Menschen sind für mich keine Aufgaben, die sich lösen lassen, sondern Andere, denen wir begegnen.

Woher diese Arbeit kommt

Der Weg hierher verlief nicht geradlinig. Einen großen Teil meines Lebens habe ich mit Fragen nach Identität, Zugehörigkeit, Sinn, Wahrheit und Verantwortung verbracht und dabei erfahren, dass einfache Antworten selten tragen. Geschichte, Religionswissenschaft, Kulturwissenschaft, Ethik, Gesundheitswissenschaft und Psychologie waren für mich nie getrennte Felder, sondern verschiedene Zugänge zu denselben Grundfragen. Das Studium gab der Suche eine Sprache, die Begleitung von Menschen gab ihr Erfahrung.

Warum ich schreibe

Was jetzt erscheint, ist über Jahre entstanden, meist ohne die Absicht, es je zu veröffentlichen. Dass es nun doch herauskommt, hat weniger mit einem Entschluss zu tun als mit einer Einsicht: Es gibt Fragen, die niemand allein beantworten kann. Ich schreibe nicht aus der sicheren Distanz; meine Bücher gehen dorthin, wo ich selbst gestanden habe, und sie behaupten nicht, dass ich dort angekommen wäre. Das ist keine Bescheidenheitsgeste, sondern die Voraussetzung dafür, dass die Sätze tragen.

Wie ich arbeite

Ich achte darauf, Bilder vor Kommentare zu stellen und Begriffe genau zu verwenden, damit meine Sätze klar und verständlich sind. Ambivalenz halte ich aus, wo sie zur Sache gehört, statt sie vorschnell aufzulösen. Und ich würdige, bevor ich kritisiere, weil Kritik ohne vorangehende Würdigung nur selten ankommt.

Ich verstehe mich nicht als Mittelpunkt einer fertigen Lehre, sondern als Gastgeber eines Raumes. Ich sehe meine Aufgabe darin, Dich an Dich selbst zu erinnern, an Deine eigenen Kräfte und Fähigkeiten.

Wovon ich ausgehe und aus welchen Werten ich schreibe, erzähle ich Dir auf der Seite „Philosophie und Werte“; die Begriffe, mit denen ich arbeite, findest Du im Glossar der Relationalen Präsenz.

Wenn Du wissen willst, wie das klingt, bevor Du etwas kaufst: Die Einundzwanzig Tage kosten nichts.

Vertrag widerrufen